Eva Söllners Solo wird belohnt
Höchster Kreisblatt, 01.09.2008

Strahlendes Quartett: Die neue Bürgermeisterin Eva Söllner nimmt gerne die Glückwünsche ihres Vorgängers Gerhard Lehner (rechts), vom CDU-Kreisvorsitzenden Axel Wintermeyer sowie der Fraktionschefin im Kreistag, Julia Hefty (2. v. l.), entgegen. Foto: Nietner

Liederbach. Peter Söllner und Uwe Müller hatten schon das richtige Näschen: Auf 35 und 40 Prozent Beteiligung bei der Bürgermeisterwahl hatten ihr Ehemann und der CDU-Fraktionskollege von Eva Söllner getippt. Am Ende wurden es 38,7 Prozent von 6214 Wahlberechtigten – deutlich mehr, als mancher erwartet hatte, da die Fraktionschefin der Union die einzige Kandidatin war. Die Beteiligung war sogar höher als bei der Landratswahl 2005 (34,2 Prozent)

Er war ihr Vorgänger Gerhard Lehner, der am 1. Januar 2009 nach fast 30 Jahren in Ruhestand geht, der zuerst auf das sehr zufriedenstellende Resultat für Eva Söllner hinwies. «Habt ihr gesehen, dass das Ergebnis mittlerweile dort steht», zeigte er auf die Leinwand. «Und es ist reichlich.» Als Eva Söllner auf 86,3 Prozent Ja-Stimmen ohne die Briefwahl blickte, ballte sie vor Freude die Fäuste und konnte sich ein lautes «Wooh» nicht verkneifen. Später wurde das Resultat durch die Briefwahl noch auf 86,7 Prozent nach oben korrigiert. Insgesamt 2030 Liederbacher hatten der CDU-Frau ihre Stimme gegeben, nur 311 sagten «Nein».

«Ich danke Ihnen, dass Sie Liederbach und mich nicht im Stich gelassen haben», war Eva Söllner die Erleichterung anzumerken. Dem Dank an die Familie und vor allem an ihren an Ostern verstorbenen Vater Adolf Scherzer schloss sie ein Sonderlob an: «Vor allem möchte ich Gerhard Lehner danken, der mich in einer Art und Weise unterstützt hat, die größten Respekt verdient.» Sie selbst werde mit «sehr viel Freude und Motivation» an ihre Arbeit gehen. «Und ich hoffe, dass mich die Menschen in gleicher Weise wie bei dieser Wahl dann in meinem Amt begleiten werden.»

Das Ergebnis sorgte in den CDU-Reihen überall für strahlende Gesichter. «Für diese Situation ist das eine sensationelle Wahlbeteiligung», erklärte Lehner. «Wir haben die richtige Frau zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle», sagte Liederbachs Parteichefin Sigrid Grether. Für nur eine Kandidatin sei die Wahlbeteiligung «sehr gut». Als Grund nannte sie den engagierten Wahlkampf mit vielen Hausbesuchen, der trotz des Solos so wie ursprünglich geplant durchgezogen worden sei. Ähnliches Lob kam von höchster Stelle: CDU-Kreischef Axel Wintermeyer sprach von einem «rundum erfreulichen Ergebnis. Frau Söllner und die CDU haben wirklich dafür gekämpft.» Knapp 40 Prozent Wahlbeteiligung gebe es manchmal nicht bei Wahlen mit drei Kandidaten. «Ich glaube, dass Liederbach einer sehr gute Bürgermeisterin bekommen hat, die das auszeichnet, was die CDU auszeichnet: Bürgernähe», sagte er.

«Die sind super, die Liederbacher. Die haben sich keine Blöße gegeben», freute sich auch Söllners Parteikollegin Elke Vollmer. Einer ihrer fleißigsten Wahlhelfer, Wolf Cayenz, der zusammen mit Conny Taube die Plakate geklebt hatte, brachte ein spezielles Geschenk mit in die Liederbachhalle: «Man soll Gott für alles danken, besonders für eine Bürgermeisterin aus Franken» stand auf dem T-Shirt, das er in Erinnerung an Söllners fränkische Heimatstadt Hof kreiert hatte. Cayenz wird im Januar für die neue Bürgermeisterin in die Gemeindevertretung nachrücken. (wein)

 

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